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Willkommen bei Schröders
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An dieser Stelle berichten wir über unsere Fahrt nach Berlin zum Empfang der Sternsinger durch den Bundeskanzler am 16.12.2003
Sonntag, 14.12.2003
Damit wir für den Kanzlerbesuch fit sind, trafen wir uns heute Nachmittag, um die neuen Lieder wenigstens einmal durchzusingen.Dabei stellten wir fest, dass sie schnell zu erlernen sind und auch noch ganz toll
klingen.
Montag, 15.12.2003
Wir, Esther Sch., Christina S., Pamela S., Alexandra S. und unsere Begleitung Dagmar Sch., starteten um 10:00 Uhr ab Duisburger Hauptbahnhof, um die Diozöse Münster beim Empfang des Bundeskanzlers für die
Sternsinger zu vertreten. Bereits am Bahngleis warfen die Ereignisse in Berlin ihre Schatten voraus: der Kinder- und Jugendchor aus Duisburg-Laar wollte ebenfalls zum Empfang des Kanzler nach Berlin. Im
Zug genossen wir erst einmal die für uns doch recht neue Möglichkeit des Reisens. Einige von uns sind noch nie mit einem Zug gefahren, geschweige denn mit einem ICE. Ab Wolfsburg erreichte der Zug dann
seine Höchstgeschwindigkeit und wir dachten uns, jetzt ist unsere Stunde gekommen, um zu zeigen, warum wir nach Berlin fahren. Wir gaben dem Zugführer Bescheid, dass er uns den Mitreisenden vorstellen
darf. In unseren Kostümen, mit unserem Stern und unserer Sammeldose sind wir dann durch den gesamten Zug gezogen und haben unsere Sternsingerlieder gesungen.
In Berlin angekommen nutzen wir die Nachmittagsstunden zu einer ganz kleinen Besichtigungstour. Unser Wunsch ging in Erfüllung: wir wollten mit deinem Doppeldeckerbus fahren, und das klappte. Quer durch
Berlin führte uns der Weg vom Bahnhof Zoologischer Garten zum Reichstagsgebäude vorbei am Schloss Bellevue, dem Haus der Kulturen der Welt und der Siegessäule. Und dann: Ein Photo vom Reichstagsgebäude mit
der Glaskuppel. Das auf ein Photo zu bekommen, da muss man doch sehr weit laufen. Jetzt reizte uns die Aussicht durch die Glaskuppel, aber wie sollten wir das machen? Eine ordentliche Warteschlange vor dem
Eingang. Wer fragt gewinnt. Wir haben uns gefreut, dass ein Beamter für uns Sternsingerinnen eine Ausnahme gemacht hat und uns über einen Nebeneingang den Zugang zur Kuppel gewährt hat. Zeit, uns in der
offiziellen Schlange anzustellen, hatten wir leider nicht. Zusätzlich hat er uns allen sogar einen Sticker mit dem Bundesadler geschenkt. Der Ausblick über Berlin bei trockenem Wetter war einfach gigantisch. Dort
oben haben wir u.a. das Brandenburger Tor gesehen. Der Weg bis zum Tor war nicht weit und somit liefen wir bis dort und dann auch durch das Brandenburger Tor, welches mittlerweile wieder für den
Durchgangsverkehr gesperrt ist. Am Pariser Platz am Brandenburger Tor sahen wir eine Menschentraube, die durch den Bundesgrenzschutz abgesichert wurde: Der Präsident von Mali in Afrika war am Montag zu
einem Staatsbesuch in Berlin und besichtigte gerade das Brandenburger Tor. Sehr beeindruckend war für uns der Motorradkonvoi, der die Fahrzeugkolonne des Präsidenten begleitete.
Obwohl wir nur unsere Rucksäcke mit uns führten wurden wir angesprochen: “Ihr seid doch sicherlich Sternsinger, oder?” Wir wunderten uns, woran kann man das erkennen. Die Antwort war ganz
einleuchtend: “1 Erwachsener und 4 Kinder - heute in Berlin - das kann nur den gleichen Grund haben, warum wir hier sind.” Es waren Sternsinger aus Bamberg. Ein tolles Gefühl, wenn man so erkannt
wird und zusammengehört.
Zu unserer Unterkunft im St-Michaels-Heim in Grunewald mussten wir mit dem Bus fahren. An der Bus- haltestelle vor dem ehemaligen Café Kranzler trafen sich dann noch mehr Sternsingergruppen. Man hörte
bereits im Bus die verschiedenen Dialekte. Wir erreichten das Quartier gegen 18:00 Uhr. Ein ganz tolles Haus. Sternsingergruppen aus ganz Deutschland sowie aus Ostbelgien, Tschechien und Polen waren dort
untergebracht. Nach dem Abendessen trafen sich alle Gruppen in einem Saal, um sich vorzustellen und um die Lieder durchzusingen. Unsere Gruppe wurde ganz erstaunt angeschaut, weil wir keine Liederzettel dabei
hatten. Dabei war das doch eigentlich ganz richtig, denn beim Kanzler sollten wir die Lieder auswendig singen, was für uns somit keine Probleme darstellte. Danach wurde noch der zeitliche Ablauf des folgenden
Tages besprochen. Wir freuten uns: “Ihr dürft lange ausschlafen. Das Frühstück für eure Gruppe gibt es “erst” um 7:00 Uhr (!).”
Wenn so viele Kinder und Jugendliche zusammen sind, dann dauert es auch eine ganze Zeit, bis es nachts endlich ruhig wird. Die Nacht war doch recht kurz.
Dienstag, 16.12.2003
Trotzdem starteten wir mit viel Erwartung am nächsten Morgen bereits um 8:15 Uhr. Busse des Bundes- grenzschutzes holten uns Sternsinger am St-Michaels-Heim ab und brachten uns in Richtung Kanzleramt. Auf dem
Weg dorthin feierten wir in der St. Ansgar-Kirche eine heilige Messe. Und dann ging es weiter. Das Kanzleramtsgebäude sieht von außen schon groß aus, aber von innen! Beeindruckend ist die riesige innen- liegende
Treppe, auf der wir uns nachher aufstellen sollten.
Zuerst führte man uns in den NATO-Saal, indem wir uns umkleiden und unsere Taschen stehen lassen konnten. Unseren Durst stillten wir mit den Getränken, die uns spendiert wurden. Damit alles richtig läuft, gab es
für uns eine Generalprobe: Wie ziehen wir ein, welche Gruppe steht wo auf der Treppe? Und wir hatten viel Glück. Münster kam als 2. Gruppe, das heißt, wir standen sehr weit unten und hatten
damit sicherlich die Chance auf einem Photo oder vielleicht sogar im Fernsehen zu sehen zu sein. Es ist ganz toll so viele (ca. 120) Stern- singer/innen in ihren bunten Kostümen zu sehen. Und dann waren
es nur noch wenige Minuten bis die Truppen ihn sehen würden: ihn, auf den wir die letzten Wochen gewartet hatten: Gerhard Schröder.
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Es war soweit, er war da. Nun verflog auch die Aufregung bei vielen schon wieder. Wir sangen das erste Lied. Msgr. Pilz, der Leiter des Kindermissionswerkes in Aachen und der Bundespräses Pfr.
Mauritz vom BDKJ begrüßten die Sternsinger und den Kanzler. Zwischen den Reden sangen wir jeweils ein Lied. Anschließend richtete der Bundeskanzler sich an uns Sternsinger mit den Worten: “Ich
freue mich jedes Jahr, wenn euer Verein zu Besuch kommt. Ihr könnt mir glauben, das Treffen mit euch ist viel spannender als die Diskussion über die Steuerreform.” Er freut sich, dass so viele Kinder
an dieser doch sehr wichtigen Aktion teilnehmen und wünschte uns für die kommende Sternsinger-Aktion viel Erfolg. Die Sternsingergruppe aus der Diozöse Trier schrieb in diesem Jahr den Segen der
Sternsinger an die Wand des Bundeskanzleramtes. Beinahe hätte der Kanzler seine Spende vergessen, die Kinder aus Trier haben ihn aber daran erinnert. Tja, und dann kam das übliche Erinnerungsphoto: jede
Gruppe hatte gerade mal 5 Sekunden, damit ein Photo von ihnen mit dem Kanzler sowie Msgr. Pilz und Pfr. Mauritz gemacht werden konnte. Damit dies gesittet durchgeführt werden konnte, wurden die Gruppe alphabetisch
aufgerufen.
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Nach 1 ½ Stunden war auch schon wieder alles vorbei, so dachten wir. Aber dann ergriff der Bundeskanzler doch noch ein Mikrophon und teilte uns Kindern mit: “Wer noch ein Autogramm haben
möchte, der darf jetzt kommen.” Das ließen wir uns alle natürlich nicht zweimal sagen, wir holten uns noch ein oder zwei Autogramme (denn so einen Menschen sieht man nicht alle Tage)!
Wir nutzten anschließend die Gelegenheit, um uns in unseren Kostümen zusammen mit unserer Betreuerin vor dem Segen der Sternsinger ablichten zu lassen. Alle Kinder mit ihren Betreuern bekamen ein Mittagessen in der
Kantine des Kanzleramtes. Dort wurden wir richtig gut versorgt, Spaghetti mit Bolognesesosse und Getränke nach Wahl. Der Ausblick auf die Spree war auch nicht schlecht. Während unsere Betreuerin unsere
Kostüme wieder in die Tasche packte, schrubbten wir unseren Mohren. Unter der schwarzen Schminke war es doch recht unangenehm und heiß. Ganz langsam mussten wir dann auch das Kanzleramt wieder verlassen,
denn da, wo vorher unsere Band stand, wurde ein Flügel aufgestellt und die nächste Veranstaltung warf schon ihre Schatten voraus.
Wir verließen das Kanzleramt durch einen Hinterausgang, warfen noch einen Blick auf den Haupteingang und das Reichstagsgebäude und suchten unsere Bushaltestelle, damit wir uns in Richtung Bahnhof Zoo begeben
konnten. Unsere Zugabfahrt hatten wir für 15:55 Uhr geplant.
Die Wartezeit am Bahngleis überbrückten wir mit dem Singen unserer Sternsingerlieder. Auch auf der Rück- fahrt nutzten wir die Gelegenheit für unsere Aktion zu sammeln. Wir wurden dabei von den Sternsingern
aus der Diozöse Aachen unterstützt, die mit uns im Zug saßen. Überschäumend von den vielen Eindrücken, die wir gewonnen hatten, trafen wir gegen 20:00 Uhr wieder in Duisburg ein.
Wir freuen uns jetzt auf die Sternsinger-Aktion in unserer Gemeinde St. Konrad in Moers-Scherpenberg. Mit den anderen Sternsinger/innen werden wir am 3. und 4. Januar 2004 (evtl. auch noch am 5. Januar) durch
die Straßen ziehen und den Segen bringen. In diesem Jahr sammeln wir in unserer Gemeinde für den Neubau des “Beit Noah” - ein Haus für israelische und arabische Behinderte im Benediktinerkloster Tabgha am See
Gennnesaret. Im Garten des Klosters befindet sich seit 20 Jahren die Jugend- und Behindertenbegegnungs- stätte für israelische und arabische Gruppen. Das Haus “Beit Noah” soll wie die Arche des Noah
gegen die Flut der Gewalt im Nahen Osten ein Zeichen der Hoffnung sein.
Samstag, 3.1.2004
Nach einer kleinen Aussendungsfeier heute morgen, sind wir um 10:00 Uhr gestartet. Um 12:30 Uhr gab es im Bruder-Konrad-Haus ein gemeinsames Mittagessen. Kaum hatten die Kinder dieses vertilgt (Anmerkung aus der
Küche: es gab Kartoffeln, Frikadellen, Soße sowie Erbsen und Möhren für 46 Kinder und 21 Betreuer), ging es um 13:30 Uhr für die meisten Gruppen auch schon wieder los.ü Nach Absprache mit den Eltern
haben wir den Endzeitpunkt um 1 Stunde nach hinten verlegt: auf 18:00 Uhr. Wir wollten das kalte aber trockene Wetter nutzen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war uns klar, dass wir das Rekordergebnis von 2003
übertrumpfen werden. Nach einem Tag "Arbeit ", nein, richtiger ist "Freude und Spaß", hatten wir bereits 5396,- Euro gesammelt. Alles stürzte sich auf die frischen Krapfen, die seit
einigen Jahren zur Verpflegung gehören.
Sonntag, 4.1.2004
Wir trafen wir uns erst 10:15 Uhr für den Familiengottesdienst. Dieser Gottesdienst wurde von den Sternsinger/innen gestaltet. Es sieht super aus, wenn auch hier wieder 36 Sternsinger/innen einziehen. Da die viele
Meßdiener auch Sternsinger sind, trugen sie ebenfalls ihr Sternsingerkostüm. Passendzum Thema “Kinder bauen Brücken” haben auch wir Sternsinger symbolisch eine Brücke gebaut. Diesmal gab es das Mittagessen
schon bevor wir loszogen: Würstchen, Pommes und Salat mit Nachtisch. Wir erfreuten auch die polnischen Mitbürger um 13:00 Uhr vor Beginn ihres Gottesdienstes. Ab 13:30 Uhr waren wir wieder in den Straßen
Scherpenbergs unterwegs. Ab 16:00 Uhr hieß es dann nur noch warten: 1 Gruppe war noch unterwegs. Wir wußten, daß dieser Trupp erst dann zurückkommt, wenn alle Häuser besucht worden sind. Der letzte Trupp (Herr
Rubart mit 4 Sternsingern) kam um 17:30 Uhr zurück und rief: "Wir haben alles geschafft!" Und dann stieg die Spannung bei denen, die noch da waren und aufräumten. Um 18:00 Uhr dann unser
vorläufiges Ergebnis: 7144,- Euro für Beith Noah. Alle beteiligten Kinder erhielten eine Tüte mit Süßigkeiten als kleines Dankeschön. Da in diesem Jahr nicht so viele Süßigkeiten gespendet wurden,
können wir nur eine kleinere Spende an Herrn Hölz für die Bosnien-Hilfe weiterreichen. Fast Tradition sind auch die frischen Waffeln, die uns an diesem Tag gereicht wurden.
Mittwoch, 7.1.2004
Auf besonderen Wunsch habe ich für diesen Tag noch 6 Sternsingerinnen zusammengetrommelt, um auch der Alten- und Rentnergemeinschaft und dem Kindergarten den Segen der Sternsinger zubringen. Alle haben sich sehr
über unseren Besuch gefreut.
Danach haben wir das Geld bei der Sparkasse zählen lassen und das amtliche Endergebnis erhalten: 7289,24 Euro.
Beteiligt waren an diesem tollen Erfolg: 50 (!) Kinder und 25 Betreuer (davon 5 ständig im BKH).
Allen Spendern und Helfern sagen wir: D A N K E !!!!
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